00:00:03: Abschied von August Wöginger.
00:00:05: Der ÖVP fällt es nach dem Urteil im Postenschacherprozess, sichtlich schwer ihn als Clubobmann ziehen zu lassen.
00:00:13: Koalitionskleinkriege – öffentliche Sticheleien und Schlagabtausch im Netz lassen tiefe Risse in der Koalition vermuten.
00:00:22: Aus Feinden werden Fürsprecher kickelseinstige Gegner kämpfen für die Sache der FPÖ.
00:00:36: Schönen guten Abend!
00:00:37: Recht herzlich willkommen zu unserem politischen Wochenrückblick.
00:00:39: Ich fahre an, dass Sie mit dabei sind und natürlich auch wieder unsere Politikexperte Thomas Hofer.
00:00:43: Guten
00:00:43: Abend!
00:00:44: Und unser Meinungsforscher Peter Heike.
00:00:45: auch Ihnen einen schönen Abend.
00:00:47: Echt herzlich Willkommen.
00:00:49: Wichtigstes politisches Thema in dieser Woche ist das Urteil im Prozess gegen August Wöginger, dem sogenannten Postenschacherprozess.
00:01:00: schuldig gesprochen worden und hat kurz darauf seinen Rücktritt.
00:01:03: das ÖVP-Club, ob man erklärt.
00:01:06: Und das bringt die ÖVPs ganz ordentlich in die Defensive.
00:01:09: Er war ja ein ganz ganz wichtiger Spieler vor allem in der Koalition und er geht der ÖVPD schon jetzt ganz ordentlich ab.
00:01:15: August Wückinger
00:01:29: August Wölkinger wird immer im Herzen der Volkspartei bleiben, aber
00:01:32: ich meine das jetzt nicht nur emotional sondern natürlich ist ein Teil der Volks partei.
00:01:38: Das wird ja auch in Zukunft
00:01:39: bleiben.".
00:01:40: Daran ändert auch der Schulzbuch am Montag nichts!
00:01:43: Sieben Monate bedingte Haft und eine unbedingte Geldstrafe von dreiundvierzichtausend zweihundert Euro.
00:01:49: fast August Wolkinger da im Postenschacherprozess für Amtsmissbrauch
00:01:52: aus.
00:01:53: Ein Urteil, wen auch nicht rechtskräftig das für viele Konsequenzen haben sollte.
00:01:58: Ich finde ein Politiker der rechtskräftig verurteilt ist, sollte sein Amt nicht ausüben.
00:02:04: Sie repräsentieren eigentlich die Bevölkerung
00:02:07: und
00:02:08: es sollte eigentlich so sein wenn jemand verurtennt wird egal bedient oder nicht oder unbedingt dass er nicht mehr eigentlich für die Öffentlichkeit arbeiten sollte.
00:02:19: Was kommt, ist aber ein politischer Rückzug Leid.
00:02:22: Als ÖVP-Klubobmann nimmt Wöginger zwar den Hut – denn Job als Abgeordneter und Sozialsprecher im Parlament behält er aber!
00:02:29: Im türkisen Klub folgt eine Ablösung in Erfurcht.
00:02:33: Ich trete ja,
00:02:34: wie Sie alle wissen, ins sehr
00:02:35: große Fußstapfen.
00:02:38: August Wöbinger war ein sehr besonderer Klubobmann...
00:02:42: Und es ist auch eine ganz besondere Beziehung die die ÖVPD nach dem Urteil zu August
00:02:46: Wölgingern pflegt.
00:02:55: August Wöging auch ein ganz, ganz wichtiger Spieler.
00:02:57: Was die Koalition betrifft im Parlament sehr angesehen konnte mit allen ganz gut.
00:03:01: trotzdem also die ÖVP wusste ja es wird eine Entscheidung geben Es wird einen Urteil geben und man hat das Gefühl gehabt kalt erwischt, die haben so schnell gar keine Nachfolger mehr gefunden.
00:03:09: Sie haben vorkommen recht das Gefühl täuscht nicht in dem Fall.
00:03:13: es war eigentlich alles vorbereitet nämlich für einen anderen Clubobmann.
00:03:17: Jens Gödel haben wir gesehen der ist dann.
00:03:18: tatsächlich wurde eigentlich sind alle inklusive des Bundeskanzlers ausgegangen von Andreas Ottenschläger vom Wirtschaftspunkt der auch eine Tragende Rolle gespielt hat schon bei den Verhandlungen zum Doppelbudget, als Finanzsprecher der ÖVP eine wichtige Rolle hat.
00:03:33: Der hat dann aber in letzter Sekunde doch noch abgesagt und deswegen ist dann der Eindruck auch nicht so unrecht entstanden dass es dann ein bisschen chaotische Stunden waren.
00:03:41: man hat trotzdem rasch entschieden am selben Tag noch als Wirginger den Hut genommen hatte als Clubobmann.
00:03:47: Aber es war ja schon ein bissel turbulent in der Övp.
00:03:51: Und natürlich sieht man
00:03:52: auch
00:03:53: Bei der ÖVP ist bei anderen Parteien nicht anders, aber wie dünn die Personaldecke mittlerweile ist.
00:03:58: Und das ist jetzt kein Fall gegenüber dem Herrn Gödl?
00:04:00: Das will ich gar nicht!
00:04:02: Aber man sieht, dass sich da jetzt die Kapazunder, die jeder kennt, die man seit Jahren sozusagen auf der Bühne schon gesehen hat.
00:04:08: Dass sie gerade nicht angestanden sind.
00:04:10: und auch bei Rotenschläger war es ja so, dass er das begründet hat damit, dass ein Unternehmen das erführt.
00:04:16: Ich glaube mit seiner Schwester bin ich mir nicht ganz sicher, nicht aufgegeben wollte und das Berufsverbot quasi als Clubwobmann so nicht vollführen wollte.
00:04:26: also da sieht man schon, dass das ein Problem ist wirklich das geeignete Personal auch in der Politik zu finden, zumindest in der genügenden Breite.
00:04:36: Aber zeigt das dass die Sachen momentan anscheinend nicht mehr bis zum Ende durchgedacht werden?
00:04:41: Das hätte man doch wissen können.
00:04:43: Was bedeutet das jetzt für Sie.
00:04:44: wenn sie diese Rolle übernehmen dann hätte man wahrscheinlich vor Sonntagabend drauf kommen können, dass es dein Problem
00:04:49: gibt.
00:04:49: Sie haben vollkommen recht!
00:04:50: Das ist
00:04:51: tatsächlich
00:04:52: ein Punkt.
00:04:53: ja das ist nicht zum ersten mal so und das kommt auch nicht nur in der ÖVP vor.
00:04:57: denken Sie daran was Frau Staatssekretärin König Berger Ludwig vor kurzem aufgeführt hat.
00:05:02: Gemeint hat sie drittes dann an gegen ihren Landespartei-Chef wenige Tage, wenn überhaupt nur Stunden später.
00:05:08: Hat sich da gesagt na doch vielleicht nicht!
00:05:10: Also man hat insgesamt ein bisschen das Gefühl dass das von Anfang bis zum Ende durchdenken gerade nicht so in Mode hier ist in der österreichischen Innenpolitik.
00:05:17: Wir kommen noch mal zu August Wögen, der seinen Rücktritt des Kuppertmann erklärt hat.
00:05:21: Ich weiß es gibt Umfragen zu dem Thema.
00:05:24: Meine Frage ist aber ich hatte das Gefühl Österreich ist da so fisch, die Schifte aus den Ehren sagen also Postenschacher?
00:05:29: Das geht auf gar keinen Fall.
00:05:30: und die anderen sagen naja in Österreich so wie sozialisiert sind wenn man wen kennt, der wen kennt Das macht
00:05:37: doch jeder.
00:05:37: Die Unfrage kenne ich nicht
00:05:39: mehr, weil er eine ganz offene Frage gestellt hat, dass sie gut davon kommen.
00:05:43: Also
00:05:43: sagen wir es mal so jetzt kommt darauf an wie man diese Frage stellen würde.
00:05:47: grundsätzlich wird natürlich das ist ein bislang auch das sozialer Wünsch, weil wir alle wissen wie man sich zu verhalten hat.
00:05:52: aber wird Postenschacher einmal grundsätzlich abgelehnt insbesondere dann Posterschacher wenn Parteifreunde und Freundinnen und Günstlinge in Positionen gebracht werden wo Sie eigentlich Kraft ihrer Qualifikation nicht unbedingt hingehören oder es bessere Gegenkandidaten gebe.
00:06:12: Anders verhält das sich natürlich insbesondere auf kommunaler
00:06:16: Ebene.".
00:06:16: Wir haben das schon ein paar Mal hier besprochen.
00:06:18: Je kleiner die Gemeinde, desto enger und mehr erkennt man sich.
00:06:22: Da ist man mit Bürgermeister oder der Bürgereinmeisterin auf jeden Fall per Doh.
00:06:25: Da geht es um das Grundstück für die Tochter
00:06:27: etc.,
00:06:28: uns hier da mit den bildguten Kontakten.
00:06:31: Manche sind leichter zu bewerben.
00:06:32: Das ist kein Postenschacher aber das ist diese alltägliche Verflochtenheit zwischen Politik und der Bevölkerung.
00:06:40: Aber der Postenschacker per se – das ist heute tatsächlich Das wird im breiten Stil abgelehnt, da hätte man vielleicht vor einem Jahrzehnte noch eher dafür Verständnis geerntet.
00:06:53: Dass jetzt August Wirklinger als Club, ob man zurückgetreten ist braucht man keinen Umfragen und das wird sicher von einem Großteil gutiert.
00:07:03: Wenn der jetzt im Beitrag die eine Wortmeldung war, da darf man gar nichts mehr machen.
00:07:08: Weil das trifft ja den normalen Bürger draußen auch.
00:07:11: Da muss ich sagen, das stimmt davon nicht!
00:07:13: Weil wenn es zu einer Verurteilung kommt eines normalen Staatsbürgers oder Staatsbürgerinnen dann wird sie nicht von ihrem Arbeitgeber möglicherweise sofort hinausgeworfen werden.
00:07:26: Weiß schon, Repräsentanten der Republik haben hier eine andere Rolle zu erfüllen Aber der Vergleich hängt ein bisschen.
00:07:35: Ich möchte noch mal zum Nachfolger kommen, zu Sven Sküttel.
00:07:38: Können Sie uns ganz kurz erklären?
00:07:39: Also August Wögen war ja ÖAB.
00:07:41: also das heißt eigentlich in der Parteilogik muss das wieder jemand vom ÖAB sein oder sollte wieder sein und wie
00:07:47: wir... Ja, es ist richtig.
00:07:49: Wir hatten jetzt in den vergangenen Jahren auch unter Karl-Nahmer war das schon so eine ziemliche Dominanz des ÖAP.
00:07:56: aber wie ich es gesagt habe und das hat ja auch Stocker der Bundeskanzler akzeptiert gehabt dass er sein WP lau wird also ein Wirtschaftsbündler mit Otten schläger und insofern war's jetzt keine große, wie soll ich sagen, Intrige des OAB und des Bauernbunds gegen den Wirtschaftspunkt.
00:08:11: Das hätte man vielleicht vermuten können weil der Gödel ja beide Bünde im Hintergrund hat also OAB-Laiser und er kommt von einem landwirtschaftlichen Betrieb.
00:08:20: Aber das war in dem Fall wirklich nicht so, sondern es war tatsächlich aus der Not geboren eben aufgrund dieser kurzfristigen Absage.
00:08:26: Eines wollte ich vorher noch anmerkend zum scheidenden Clubpop-Mann Wöginger.
00:08:32: Da gab's schon ein paar Gründe die genau aus dem heraus was der Kollege gesagt hat abgeleitet werden können.
00:08:37: Erstens er war in den vergangenen Monaten schon nicht am Platz.
00:08:40: Warum?
00:08:40: Und ist kein Vorwurf!
00:08:41: Er war natürlich mit seinem Verfahren mehr als nur beschäftigt.
00:08:44: Das heißt diesen Handlungsspielraum, den er mal hatte diese zentrale Rolle die er ausgefüllt in den vergangenen Wochen und Monaten nicht mehr ausfüllen können.
00:08:52: Das heißt, da war er schon eingeschränkt.
00:08:54: Zweitens ist es natürlich eine – auch wenn das Verschulden jetzt mal noch nicht rechtskräftig festgestellt wurde – natürlich auch eine persönliche Belastung.
00:09:04: Er kommt aus einem Bundesland Oberösterreich, das jetzt dann bald einmal wählt.
00:09:08: Und er war imagetechnisch und tatsächlich eine Belastung gerade für seine Landespartei!
00:09:14: Für Thomas Stelzer, der nächstes Jahr unbedingt dieses Bundesland wieder überbehalten muss.
00:09:19: Insofern war es logisch dass er diesen Schritt richtig ist auch zu diesem Zeitpunkt gemacht
00:09:23: hat.
00:09:24: Kommen wir zum nächsten Thema.
00:09:25: in unserer Sendung kommen wir zur Dreierkoalition.
00:09:28: Und da ist in dieser Woche doch ganz klar aufgefallen, momentan gilt für die Dreierkoalition wie man hier in Wien sagt.
00:09:35: Die
00:09:35: Hacken fliegen recht tief es wird ganz ordentlich gestritten.
00:09:41: Einfach lächeln und ja nichts anmerken lassen.
00:09:44: Egal wie schwierig es manchmal zu dritte ist.
00:09:47: aber schön langsam tanzen der Dreier Koalition die Parteimitglieder aus der Reihe und liefern sich einen öffentlichen Schlagabtausch.
00:09:56: Jüngstes Beispiel, weil ex-Neos-Abgeordneter Gerald Lorca von den Pinken für einen Spitzenjob im EU Rechnungshof nominiert wird, platzt dem ÖVP Generalsekretär der Kragen.
00:10:07: Das sollte Neos einfach ehrlich auch argumentieren, dass er einen Parteigünstling dort hinsetzen wollen und nicht zu tun.
00:10:13: es wäre das ein
00:10:15: redlicher transparenter
00:10:16: Prozess
00:10:16: gewesen.".
00:10:17: Die Neos weisen den Postenschachervorwurf zurück – viel eher sehen sie darin ein bewusstes Ablenkungsmanöver der ÖVPs!
00:10:24: Es ist ehrlich gesagt absolut
00:10:26: takt und bodenlos, was der ÖVP-Generaissekretär hier in einem falschen Spiel versucht zu inszenieren.
00:10:33: Tatsächlich war Loaka nur der zweite Kandidat – der erste hatte kurzfristig wegen gesundheitlicher Probleme abgesagt!
00:10:41: Doch auch zwischen SPÖ und Neos Grizzels, der Pinky Clubobmann Janik Shetty verspottet auf Social Media die rote Forderung nach Erbschaftssteuern.
00:10:50: SPÖ-Abgeordneter Julia Herr kontert.
00:10:54: Du schreibst von der Mitte der Gefälscher, du sprichst aber vom Top-Einprozent der österreichischen Bevölkerung.
00:11:00: Ganz schön die Fetzen fliegen auch zwischen der türkisen Familienministerin und dem roten Vizekanzler.
00:11:06: Claudia Bauer streicht still und heimlich die Förderung für eine Antirassismusberatungsstelle.
00:11:11: Wer Frauenpolitik,
00:11:12: wer
00:11:13: Gewaltschutz ernst nimmt, der kann die Schließungen solcher Organisation nicht einfach abnicken, nicht einfach hinnehmen.
00:11:25: dem Überblick zu behalten, wer mit wem und worum es eigentlich geht wird immer schwieriger.
00:11:31: In Sachen öffentlicher Streitlust stehen sich die drei Koalitionsparteien jedenfalls um nichts nach.
00:11:38: Vielleicht können Sie uns den Hintergrund ein bisschen erklären?
00:11:42: Man ist versucht zu fragen, wem sollte das was bringen außer der FPÖ?
00:11:45: Das
00:11:45: bringt uns ja nix.
00:11:46: Also jedenfalls nicht den Regierungsparteien, das ist schon richtig aber erklären kann ich es trotzdem hoffentlich.
00:11:50: Das eine ist einmal.
00:11:51: jetzt bleibe ich im Großen.
00:11:52: da gibt's ganz viele ungeklärte Themen von der Sozialhilfe bis zur Wertinstreform bis hin zu Bundesstaatsanwaltschaft etc.
00:12:01: wo man auf keinen grünen Zweig kommt zwischen Schwarz Rot und Pink.
00:12:05: Das ist so, das wird sich auch weiterziehen.
00:12:07: Das ist im Übrigen auch der Grund warum jetzt das Doppelbudget also auch noch nicht in trockenen Tüchern ist.
00:12:11: denn die sogenannten Detailverhandlungen wie wir wissen da Teufel steckt oft denselben nämlich im Detail die müssen auch erst über die Bühne gehen.
00:12:20: Es ist aber klar, dass man es jetzt macht weil nächstes Jahr ist dann wirklich Wahljahr und dann wird's mit der Harmonie so ganz zu Ende sein.
00:12:27: insofern ist gut das man das jetzt eintagt.
00:12:28: Also da gibt es viele Konflikte.
00:12:30: Die aktuelle Geschichte stichwort der ehemalige Abgeordnete Lorca na das ist aus meiner Sicht ein klassisches wenn vielleicht auch billiges Revanchefall oder jedenfalls der Versuch der ÖVP oder des ÖVPs Generalsekretärs sozusagen das Thema Postenschacher auszutänen über die eigenen Parteigrenzen hinweg.
00:12:48: Und das hat sich jetzt gerade angeboten und gesagt, na schau dir mal.
00:12:51: Da wurde eine Frau, die erfolgreich war auf diesem Posten Helga Berger nämlich abgezogen und jetzt kommt da ein Parteigänger hin.
00:12:58: Das ist zwar vielleicht durchsichtig und die Neos rennen sich darüber auf aber sich der ÖVP will man einfach sozusagen das alte Prinzip befolgen.
00:13:06: Angriff ist die beste Verteidigung.
00:13:08: wenn wir schon selber sozusagen im Image-Loch sind dann ziehen wir die anderen Meter runter.
00:13:12: Aber Sie haben vollkommen recht bringen tut es zumindest in den Regierungsfraktionen keinem was.
00:13:17: Werste nicht glückermann?
00:13:18: Beende das Thema Postenschach und schaut nicht, dass man es noch mal hoch kochen lässt.
00:13:23: Der Kollege Hoferzescher hat richtig gesagt.
00:13:25: also der Angriff ist wirklich insofern widersinnig weil das Image, das die ÖVP hat bleibt sowieso dort picken.
00:13:33: Ich gehe nicht davon aus, dass dieses Thema näher aus hinunterzieht in Umfragen.
00:13:40: Warum?
00:13:40: Weil in der eigenen Zielgruppe ... Es war ein Hearing.
00:13:43: Lorca war zweiter wäre es nie geworden.
00:13:45: Der erste scheidet da aus.
00:13:47: Aus persönlichen Gründen rutscht er nach!
00:13:48: Na ja gut, hat man halt der eine Pech, der andere Glück gehabt.
00:13:52: Also das wird dort nichts bringen und bei der Sozialdemokratie wird's auch wenig ändern.
00:13:57: Es macht auch wenig Sinn und deshalb bin ich da ausnahmsweise mal beinahm.
00:14:01: Das ist ja ok, das schiebt man auf die Seite und das war's dann.
00:14:05: Den
00:14:05: Tag muss ich fahren
00:14:06: heute.
00:14:06: Ausnahmsweis!
00:14:08: Und wir haben eine richtige Frage der Woche dazu.
00:14:11: Ja und das, Sie leiden hier schon perfekt weiter über, sagen die Österreicher in Österreich zum Meer super dass sie einen Kompromiss zustande bringen.
00:14:17: oder sagen die ah das ist der kleinste Gemeinsam in denen auch?
00:14:20: Naja
00:14:20: Das ist das, was der Kollege Hofer jetzt schon angetönt hat.
00:14:25: Wie läuft es denn in der Regierung?
00:14:27: Wir haben da zwei Positionen abgetest.
00:14:30: Die machen gute Kompromisse und suchen den kleinsten gemeinsam nieder, weil eben nichts weiter geht.
00:14:37: Und dann haben wir auch so eine Mittelposition, die teils-teils ausgeht.
00:14:39: Und wir sehen uns im Insert, dass die Meinung der Bevölkerung hier relativ klar ist.
00:14:43: Also wir haben anderfünfzehn Prozent, die sagen, das ist nur der faule Kompromiss.
00:14:49: Das ist ganz, ganz super.
00:14:51: Es zeigt schon wie die Regierung in der Öffentlichkeit aufgestellt ist.
00:14:58: Sie hat einen kleinen Vorteil.
00:15:00: wenn wir jetzt noch die Parteiwählerinnen und Wähler ansehen dann haben wir wieder so sehr klare Bilder der Öffentlichkeit.
00:15:06: Die freiheitliche Wähler die sowieso alles ablehnen was diese Bundesregierung macht Auch die Grünenwähler sind da ein bisschen kritisch, aber das sagen auch nur siebenundzwanzig Prozent.
00:15:15: Es gibt ja den vornen Kompromiss.
00:15:17: Also es gibt schon so etwas wie ein bisschen Rückhalt in der Bevölkerung, aber wenn man nicht wirklich was Großes auf die Beine stellt und das Doppelbudget ist vielleicht die allerletzte Chance dafür, dann weiß das wieder – tragisch, weil wir Woche für Woche hier stehen und sagen man könnte so viel machen.
00:15:37: Es liegen alle Konzepte auf der Hand und dann verliert sich die Bundesregierung in kleinen kleinen Geschichten.
00:15:43: Da würde ich mal den kleineren Koalitionspartner ein bisschen ausnehmen.
00:15:47: Beide ehemalige Traditions- und Großparteien sind in eine unglaubliche Strukturkonservative Klientellpolitik verfallen, in der sie eh schon seit Jahrzehnten sind.
00:16:02: Nur wir haben halt nicht mehr neunzehnthundertsiebzig!
00:16:05: Und entweder erkennt man das oder es trifft der alte Spruch zu der Grucke so lang zum Brunnenpräser-Bricht und das wird man dann bei der nächsten Wahl sehen?
00:16:12: Aber wenn wir beim Stichwort Doppletsche bleiben, da muss man sagen also dass Spielmache ist doch die Gewerkschaft.
00:16:16: Da hat sich doch die SPÖ wirklich gut in Position gebracht.
00:16:20: Ja, wobei es ist jetzt vom Kompromiss, kann man immer halten und was man will.
00:16:25: Aber es ist tatsächlich so gewesen dass ein paar Wochen davor hätte ich ehrlicherweise an eine Lohnnebenkostensenkung noch nicht gedacht.
00:16:33: ja jetzt finanziert sich die Wirtschaft oder Teile der Wirtschaft das ist schon richtig.
00:16:40: Bankenabgabe etc.
00:16:41: kommt halt auch noch dazu.
00:16:43: aber es ist schon so und das war ganz interessant weil Julia Herckhardt eingeblendet Momentum-Institut sieht das wahnsinnig kritisch, nämlich aus ihrer Sicht und sagt die Personelle Liberalen haben sich durchgesetzt.
00:16:56: Franz Schell und von der Agenda Austria sind es genau umgekehrt.
00:16:59: Also
00:17:00: dann ist es gut wenn alle uns sofrieden sind?
00:17:02: Das
00:17:02: will ich so nicht sagen aber es ist halt ein Kompromiss wo man merkt der wirkliche Schwung nach vorne ist es nicht aber es war schon.
00:17:10: da möchte ich verbleiben mehr als ich mir das zumindest gedacht hätte.
00:17:13: jetzt kann man sagen ja die Erwartungshaltung war irgendwo am Boden stimmt
00:17:16: auch.
00:17:17: Aber wie gesagt, in dieser Zeit ist offensichtlich in dieser Konstellation nicht draußen viel möglich.
00:17:24: Schauen wir in so einem politischen Wochenrückblick noch zur FPÖ?
00:17:26: Da gab es in dieser Woche einen bemerkenswerten Auftritt, Gerald Groß.
00:17:29: Der war ja früher bei der FPÖ
00:17:30: mit
00:17:31: abgespalten dann zum BZÖ und der hat jetzt gemeinsam mit Herbert Kickel in diese Woche aufgetreten.
00:17:41: Teigroßveranstaltungen gehen FPÖ-Chef Herbert Kicsl die Worte nicht aus wenn es um einen Rundumschlag gegen die Bundesregierung gibt.
00:17:49: Eher Wortkack zeigt sich Kickel, was Einzelinterviews betrifft.
00:17:53: Die sind nämlich extrem selten!
00:17:55: Die Medienarbeit übernehmen meist andere FPÖ-Politiker oder auch pro FPÖ Stimmungsmacher wie etwa Ex parteimitglied Gerald Groß.
00:18:04: An Herbert Kicl wird sich nichts ändern – da haben sich schon viele andere die Zähne ausgebiesen und der wird bleiben...
00:18:11: Für all die Unterstützung revanschiert sich Kickel diese Woche höchstpersönlich und rührt ordentlich die Werbetrommel für Gerald Groß.
00:18:19: Zunächst einmal möchte ich sagen, dass es mir eine ganz große Ehre ist und eine ganz grosse Freude mit dem Politblocker und mit dem Bestseller-Auto.
00:18:25: Da stimmt er mal auf jeden Fall!
00:18:27: Gerald Groß sein neues Buch unter dem so treffenden Titel ab nach Hause präsentieren kann.
00:18:36: Doch Groß ist nicht der Einzige, der Kickelspartei aufwindverschaft.
00:18:40: Peter Westenthaler steht bei allen FPÖ-Veranstaltungen Rede und Antwort.
00:18:45: Daher wird es eine Veränderung in
00:18:47: Österreich zum besseren geben wenn Herbert Kickel Bundeskanzler
00:18:50: ist.
00:18:50: Er hat
00:18:50: alles richtig
00:18:51: gemacht große Begeisterung und ein Herbert
00:18:53: Kiklein höchst geworden!
00:18:56: Bei Alderschmeicheleien könnte man fast vergessen dass Herbert Kikle mal ein Erzweind war.
00:19:01: Westenthaler und Groß machte im Jahr zwei Tossend Fünf, nämlich gemeinsame Sache gegen die FPÖ.
00:19:07: Und wechselten zum BZÖ.
00:19:09: Zwarzig Jahre später scheint all das bei diesen Bildern aber wieder
00:19:13: vergessen.
00:19:22: Interviews bei diesem Thema, bei dieser Pressekonferenz gab es aber noch ein Thema das Herbert Kiekel möglicherweise gar nicht so recht war.
00:19:30: Christoph Steiner Abgeordneter im Nationalrat aus Tirol hatte beim legendären Gauda-Fest im Zillertal den Bischof massiv kritisiert hat dazwischengerufen und Ducky der Entspannungsfelden ist auf jetzt Kirchefböhe oder wurde wieder sicher.
00:19:44: Wir müssen kurz trennen weil der Kieke hat ja dann seinen abgeordneten Steiner verteidigt dafür dass er in der Messe nicht beim Fest.
00:19:52: Auch wenn er danach eine Pressekonferenz gibt und den Bischof kritisiert, ich bleibe ein bisschen im katholischen Speak auch Bischöfe sind nichts angrauserhankt also man darf die schon kritisieren.
00:20:03: nur bei einer Messe Zwischenrufe zu tätigen ist schon etwas starker.
00:20:07: Das
00:20:07: ist schon auch Eine gewisse Grenzüberschreitung, würde ich sagen und insofern ist das auch so nicht in Ordnung.
00:20:16: Aber natürlich, wie Sie es sagen, es kommt in eine Phase rein die schon ein paar Jahre dauert wo natürlich die FPÖ immer wieder gern provoziert auf Plakaten zum Beispiel.
00:20:24: Ja, ich glaube da muss
00:20:25: der Plakat haben wir auch mal schauen.
00:20:26: ganz kurz an Herbert Kiekel aber versprochen.
00:20:28: Der wurde natürlich in dieser Pressekonferenz auf dieses Thema angesprochen.
00:20:31: Danke für die Konkretisierung.
00:20:32: Es war natürlich während der Messe und dann sagt dann Herbert Kiekl dazu
00:20:36: Da richtig den Herrschaften in der Kirchenoberigkeit dann aus, dass die Zeiten Gott sei Dank lange vorbei sind wo wir die Kirche nicht mehr kritisieren oder nicht kritisierend hat dürfen.
00:20:44: Dann muss man mit einer gewissen Abkopfselung der Oberigkeit vom Kirchenvolk zu tun ist.
00:20:48: Es scheint also so zu sein als ob der eine oder andere Bischof dann doch näher bei der Macht ist als bei seinen eigenen Schäfchen und bei deren Anliegen.
00:20:56: Wenn wir uns jetzt ein Plakat aus dem letzten Wahlkampf anschauen.
00:21:01: Was ist das?
00:21:01: Ist die Nähe gesucht?
00:21:04: Das sind zwei Geschichten, wenn man immer genauer zugehört hat, ist es die immer wiederkehrende Botschaft und das ist handwerklich sehr professionell.
00:21:11: Nämlich
00:21:12: Macht,
00:21:13: Obrigkeit – Eliter hat er gerade nicht gesagt aber er meint das damit.
00:21:17: Vorher hat man mal gesagt die Amtskirche, nicht sozusagen die Abgehobenen einerseits die Schäfchen dann die Obrigkeit.
00:21:22: Das ist genau dieselbe Erzählung, die Herbert Kickel auch in der politischen Landschaft insgesamt pflegt und insofern nimmt er da die Bischöfe halt jetzt mit rein.
00:21:30: Also das ist nicht ganz neu!
00:21:31: Die Geschichte auf den Plakaten – mit eurer Wille, Geschehe
00:21:35: etc.,
00:21:35: etc.,
00:21:36: das hatte ja schon Tradition oder das Kreuz in die Kamera
00:21:40: etc.,
00:21:40: da sind natürlich noch einmal was anderes dar will man im Wahlkampf provozieren und natürlich eine negative Reaktion sozusagen herausfordern von Seiten der Kirche.
00:21:51: Noch dazu schießt man sich ein.
00:21:53: Auch auf NGOs aus dem katholischen und auch evangelischem Bereich, Caritas, Diokonie
00:21:58: etc.,
00:21:58: also das passt alles wunderbar in die Botschaftsstruktur der FPÖ und verwundert keine Sekunde.
00:22:04: ganz kurz zum Beitrag noch.
00:22:06: Auch das ist nicht weiter verwunderlich obwohl es interessant ist dass frühere Kritiker wie Peter Westendaler wir erinnern uns noch wie er damals gegangen ist Wir sagen natürlich wir nehmen den Hut und auch Gerald Groß war dann beim PZÖ zwischenzeitlich dass die schon wieder zurückgeholt werden, weil sie eben durchaus Multiplikatoren sind und natürlich auch ihre Medienauftritte haben.
00:22:27: Und so auch diese FPÖ-Botschaft sozusagen weiter verbreiten.
00:22:32: Das ist ganz sicherlich das Esset, was Kiklinien nennt.
00:22:36: Aber was kann Albert Kieke mit dieser Position der Kirche gegenüber Gewinnen in Kanada konservative, ehemalige ÖVP-Wähler abholen?
00:22:41: Das glaube ich mal nicht.
00:22:42: Nein, das ist leider wieder falsch gedacht.
00:22:45: Es war
00:22:46: eine Frage!
00:22:47: Sollte ich das so denken... Na
00:22:47: ja warte, die Frage insinuiert er das.
00:22:50: Nein!
00:22:51: Die Frage sagt nicht, wo sie denken und was eine Frage sagt.
00:22:53: Ja
00:22:54: also da.
00:22:55: Also es geht hier nicht um einzelne Zielgruppe.
00:22:57: vielleicht gibt's doch jene des wehrhaften Christentums noch, wir wissen das stand auch im Parteiprogramm von Ebert Stadler hineingeschrieben.
00:23:05: Nein, da geht es wie der Kollege Hofer gesagt hat.
00:23:07: Es geht um die klare Grenzziehung, um die Abgrenzung zu diversen Eliten – es ist voll kommunikal zu welchen.
00:23:13: und dementsprechend baut man sich diese schöne Wagenburg.
00:23:16: Und mittlerweile ist das eine Fingerübung.
00:23:18: Das kann ich aber kicke im Schlaf!
00:23:21: Das funktioniert bei den Wählergruppen.
00:23:24: Schauen wir mal, wie lang es funktioniert?
00:23:26: Und warten wir mal ab, weil ich habe schon Stimmen gehört von diversen anderen Menschen aus der Elite, die über den Planlager zuzurechnen sind.
00:23:34: Die zum Beispiel sagen, na warte mir noch drei Jahre dann ist alles gegessen und bei uns.
00:23:40: Da wäre ich vorsichtig!
00:23:41: Weil die guten Umfragewerte, die es jetzt gibt ob man die mal nach Hause spielt, das ist die eine Frage.
00:23:47: Wenn wir in die freiheitliche Partei nicht so hoch sondern vielleicht unterhalb der Grenze liegt für die Verfassungsgesetze Dann wird sich vielleicht wieder ne andere Koalition ausgehen.
00:23:58: also bis dato Läuft das gut?
00:24:01: Und wie das Kollege Hofer gesagt hat, handwerklich schwer in Ordnung.
00:24:05: Aber ob es am Schluss der Zielführung ist,
00:24:12: werden wir schauen!
00:24:15: Ich mache es
00:24:19: schnell, weil wir haben die zwei Flops.
00:24:23: Bei Wöginger sage ich dazu er hat das Richtige gemacht diese Woche aber natürlich war das für ihn diese Woche eine schwere Niederlage.
00:24:28: Das andere ist der Abgeordnete Steiner.
00:24:30: Wir haben schon gesagt für die Grenzüberschreitung bei der Messe nicht für die Kritik an sich.
00:24:34: Kritik kann man üben.
00:24:35: Topterwoche die ORF-Redakteurinnen und Redakteure die sich wehren gegen dieses Image.
00:24:41: dass das Missmanagement, Entschuldigung Management des ORF auch den Stiftungsrat verursacht hat finde ich gut dass man da nach außen geht.
00:24:52: Es betrifft nicht nur die ÖVP, sondern eben auch sehr viele Organisationen und Sowohlparteien.
00:24:58: Wie gesagt, wir sind in diesem Land schon eng miteinander verflochten.
00:25:01: Topterwoche, mein Kollege von der Universität Wien-Laurens, Jede Nastik, der in diesem Bereich forscht und das eigentlich auch sehr gut dargestellt hat und längst in der ZIB II bei ihrem alten Kollegen Martin Thürr.
00:25:15: Solche Wissenschaftler braucht es, er vertritt die universitäre Forschung und hat aber immer wieder die Ankopplung an den politischen Alltag.
00:25:22: Das macht er ganz wunderbar!
00:25:23: Herzlichen Glückwunsch an der Stelle.
00:25:24: Vielen Dank fürs Zuschauen, fein, dass Sie mit dabei waren!
00:25:26: Wir freuen uns, wenn wir uns heute in einer Woche wiedersehen.
00:25:29: Schönen Abend und angenehmes Wochenende.
00:25:31: Auf Wiedersehen!